Unterdessen streiken die Beschäftigten in einer San Fernando Fulfillment-Anlage außerhalb Madrids drei Tage, um einen günstigeren Vertrag zu erhalten, nachdem der frühere Tarifvertrag für die Gewerkschaft Comisiones Obreras (CCOO) ausgelaufen ist. Spanische Arbeitnehmer versuchen, Beschränkungen bei Deratagenund Lohnkürzungen zu vermeiden, und dieselbe Gruppe organisierte bereits im März einen zweitägigen Streik. In Polen haben Lagerarbeiter einen Protest von Arbeit zu Herrschaft organisiert, bei dem nur das absolute Minimum getan wird, das vertraglich vorgeschrieben ist, um die industrielle Produktivität zu verlangsamen. Die aktuellen Tarifverträge stehen zum Download bereit: 20.12.2018 – Bremen. EUROGATE und ver.di beschließen künftigen Tarifvertrag. Anlässlich der Unterzeichnung sagte Ulrike Riedel, Mitglied des Vorstands der EUROGATE-Gruppe und Personalleiterin: “Der neue Future-Kollektivvertrag ist das Ergebnis eines intensiven Verhandlungsprozesses. Die Automatisierung wird grundlegende Veränderungen mit sich bringen, die wir noch nicht vollständig vorhersehen können und die offensichtlich eine Menge Unsicherheit verursachen. Der Zukunftstarifvertrag bietet die notwendige Orientierung und bringt Sicherheit für das Unternehmen und unsere Mitarbeiter auf unserem Weg durch diesen Wandel.” Der Tarifvertrag in den Ländern ist besonders bemerkenswert, weil er die Beschäftigten in Niedriglohngruppen besonders berücksichtigt und auch zahlreiche strukturelle Verbesserungen bewirkt. Das Ergebnis entspricht in etwa einer Erhöhung der Lohnskalen um 8 % und strukturellen Verbesserungen, was letztlich weitere 1 % bedeutete (“8 + 1%”). Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich der Zeitraum der Erhöhungen über 33 Monate (2,75 Jahre) erstreckt. Das Abkommen deckt die potenziellen Auswirkungen von Automatisierungs- und Digitalisierungsprozessen in den Häfen ab.

Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, plant EUROGATE, wie viele seiner Wettbewerber, sein operatives Geschäft durch sukzessive Verstärkung des Automatisierungsgrades auszubauen. Der angenommene Zukunftstarifvertrag regelt das Management beschäftigungsbezogener Veränderungen, die durch umgesetzte Automatisierungs- und Digitalisierungsmaßnahmen bewirkt werden, und bietet für beide Seiten einen verbindlichen Rahmen für die ersten und zukünftigen Phasen dieses wichtigen Transformationsprozesses. Das deutsche Arbeitsrecht verpflichtet keinen Arbeitgeber/Reeder, Tarifverträge auf Arbeitnehmer an Bord seiner Schiffe unter deutscher Flagge anzuwenden. Die Tarifverträge in der deutschen Schifffahrtsindustrie (Manteltarifvertrag See und Heuertarifvertrag See) gelten nur, wenn: Der Tarifvertrag soll die Folgen von Automatisierungsmaßnahmen für die Beschäftigten sozialverträglich und mitbestimmt bewältigen.